AI Act (EU AI Act)
Definition
Verordnung (EU) 2024/1689 zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz, in Kraft seit 1. August 2024, mit gestaffelter Anwendung bis 2027. Klassifiziert AI-Systeme nach Risiko (verboten, hochriskant, begrenzt, minimal) und enthält separate Pflichten für General-Purpose-AI-Modelle.
Noise — Signal
Der AI Act wird im Markt häufig auf "wir müssen ein AI-Inventar pflegen" reduziert. Tatsächlich greift er auf drei sehr unterschiedlichen Ebenen: Verbote bestimmter Praktiken (seit Februar 2025), Pflichten für Hochrisiko-Systeme (Konformitätsbewertung, Logging, menschliche Aufsicht, Transparenzpflichten) und separate Anforderungen für GPAI-Modell-Anbieter und -Nutzer. Welche Ebene ein Unternehmen trifft, hängt nicht vom AI-Tool ab, das es nutzt, sondern vom Anwendungskontext.
Die richtige Frage
Nicht: "Sind wir AI-Act-compliant?" Sondern: "In welcher Rolle — Anbieter, Deployer, Importeur, Distributor — treten wir bei welchem System auf, in welche Risikoklasse fällt der Anwendungsfall, und welche Pflichten greifen ab welchem Datum?"